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In Hechingen verlor eine 60jährige Deutsche durch eine Räumungsklage wegen einer Erbauseinandersetzung ihre Wohnung und wurde von der Stadt in einer Obdachlosenunterkunft in einer Baracke untergebracht. Die Verhältnisse dort erinnern an längst vergangene Zeiten – Asylforderern würde man so etwas nie zumuten: von der Straße kommt man über ein paar Stufen direkt in die Küche. Die Tür, oben mit Glas, schließt nicht, unten ist ein breiter Spalt, durch den die Kälte von draußen hereinkommt. Zwar gibt es davor noch einen Holzverschlag ähnlich einer alten Scheunentür, aber durch das Fenster, das halb hinter der Duschkabine in der Küche verdeckt ist, kommt ohnedies nicht viel Licht.

Die Küche ist – wie auch eines der beiden Zimmer – mit einem alten Ofen heizbar. Das Waschbecken ist winzig und zwischen der Außenwand und der Duschkabine eingeklemmt. Eine dickere Person könnte sich davor nicht einmal umdrehen. Es gibt zwar eine Spüle aus Metall, aber zunächst keinen Anschluß für eine Waschmaschine und auch keinen Küchenschrank. Die Frau hat sich ein paar Regalbretter angebracht, damit sie etwas Geschirr abstellen kann.

Die Frau hat den Antrag gestellt, in einer Asylbewerberunterkunft untergebracht zu werden, die wesentlich besser ausgestattet wäre. Aber dazu hat sie als Deutsche keine Berechtigung. Die lokale Zeitung hat über die Verhältnisse berichtet. Wäre die Frau „Flüchtling“, hätten sich sicher gleich alle möglichen Institutionen und Handwerker gemeldet, um ihr zu helfen – aber sie ist halt „nur“ eine Deutsche, und so hat sich bis auf einen Mann, der an ihr als Weibchen interessiert war, niemand gemeldet...

Der zuständige Sachbearbeiter der Stadt gibt z.B. zu, dass die „Wohnungstür“ nicht richtig schließt und es hineinzieht – das werde irgendwann einmal gerichtet. Aber Winter mit Kälte war jetzt. Die Frau soll sich selbst eine Wohnung suchen und froh sein, dass sie nicht „unter der Brücke“ (wörtlich!) leben muß. Wie aber soll man eine auch für Hartz-IV-Empfänger bezahlbare Wohnung finden, wo doch alle verfügbaren für die Asylforderer belegt werden? Die Frau ist in der Bundesrepublik kein Einzelfall. Man versteht ja, dass eine Obdachlosenunterkunft keine Nobelwohnung sein kann. Hier geht es aber um die Benachteiligung Deutscher und Bevorzugung aller möglichen Fremden, die sich dann oft auch noch reichlich unverschämt undankbar zeigen und z.B. das für sie kostenlose Essen wegwerfen. Die Hechingerin bekommt natürlich kein Essen (für das sie dankbar wäre) gestellt und muß sich auch Heizmaterial selbst besorgen. Aber der Herr Sachbearbeiter bei der Stadt will natürlich davon nichts hören – eine Diskussion über die Unterschiede zur Behandlung von Asylforderern lehnte er ab. Aber genau das ist da der springende Punkt des ganzen Problems.

 

 

Edda Schmidt, RNF BaWü




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