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Ein Gutteil unserer Identität definiert sich über die Sprache, nicht umsonst heißt es ja „Muttersprache“. Die Sprache, die uns die Mutter lehrt, mit der wir aufwachsen, in der wir denken. Was aber passiert, wenn die Sprache der Mutter, des Elternhauses, eine andere ist als die des Landes, in dem man lebt? Zu diesem Thema erschien in der österreichischen „Die Presse“ ein Artikel, ( http://diepresse.com/home/bildung/3842768/Turkisch-statt-Englisch) in dem zwei Pädagoginnen zu verblüffenden Schlußfolgerungen kommen.

Eine der Reaktionen darauf soll im Folgenden ungekürzt wiedergegeben werden, mit freundlicher Genehmigung der Autorin, die selbst jahrelang in einer Kita mit bis zu 58% Ausländeranteil (1) gearbeitet hat:

„Ich muss das mal als Erzieherin kommentieren. Abgesehen davon, dass dieser Artikel ein typischer Lobby-Artikel für eine bestimmte Gruppe von Einwanderern ist, kann man dem was geschrieben ist nur - äußerst- bedingt zustimmen, aber so wie es im Artikel ausgedrückt und verallgemeinert wurde ist es fast schon falsch und gefährlich.

 

Aus meiner Arbeitspraxis kann ich sagen, dass es so gut wie keine Probleme mit Eltern aus den Nachbarländern Deutschlands, allg. Europa gibt, ebenso Eltern aus Angelsächsischen und Skandinavischen Ländern. Am negativ auffälligsten sind Türken und Menschen aus moslemischen Ländern - es ist so. Sie lehnen mehrheitlich den deutschen Staat, unsere Kultur, Religion, Werte und unsere Sprache ab; bei ihnen ist die Integrationsbereitschaft am geringsten. Bei solchen Eltern hilft nur eine Methode: Heimreise.

Im links-grün gesteuerten pädagogischen Bereich geht man aber genau in die andere Richtung: Dort wird die sog. Integration auf dem Rücken deutscher Kinder ausgetragen. Ich empfehle jedem, einmal eine Kindergartengruppe oder Schulklasse mit über 40% Moslemanteil zu besuchen, der sieht, dass es oft chaotisch ist, weil viele Kinder die Erzieher gar nicht verstehen (besonders schlimm ist das bei der Eingewöhnung, wo sie eine Beziehung zum Erzieher aufbauen sollten), bei den älteren Kinder kommt die ablehnende Haltung gegenüber Deutschen die sie aus ihrem Elternhaus mitbekommen noch dazu.

Mittlerweile ist man dazu übergegangen in best. Kindergärten bevorzugt türkisch/arabisch/russischsprechende Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen einzustellen. Hinzu kommen auch etliche kulturell (und auch genetisch) bedingte Erziehungsprobleme und vielerorts interessieren sich die Eltern nicht dafür. Elternarbeit, Elterngespräche, Elternabende werden aus mangelndem Interesse gar nicht wahrgenommen.

Zum Thema Sprache: Natürlich kann man in einer Gruppe kein Englisch anbieten, wenn 1/3 der Kinder nicht einmal richtig Deutsch kann - und das ist ja gerade das tragische, dass Bildungsarbeit und Angebote die den Stand der anderen Kinder treffen würden nicht oder in stark vereinfachter Form stattfinden können, weil die Eltern von diesem 1/3 zu faul sind unsere Sprache zu lernen und dafür sorgen, dass sie die Kinder auch können.

Ich finde es fast schon kriminell, denn in der Schule wird es nicht besser - wie sollen die Kinder ihre Hausaufgaben selbstständig bearbeiten können, wenn es über den Grundwortschatz nicht hinaus geht? Man kann nicht die ganze Last auf "Bildungsangebote" im Kindergarten legen, wenn die Eltern schlicht weg bildungsunwillig sind. Deutschkurse im Kindergarten, Förderstunden, Deutschvorkurs etc. kann auch nur einen winzigen Teil auffangen, wenn daheim durchgehend türkisch gesprochen wird.

Das Problem bei der Sache ist auch, dass gerade bildungsferne Eltern, oder Eltern der 2., 3. Generation oft kein gutes türkisch mehr sprechen, sondern Kauderwelsch. Ein Kind hat normalerweise kein Problem beim Spracherwerb, wenn die Mutter zB. konsequent gutes, sauberes Deutsch redet und der Vater konsequent zB. gutes, sauberes Finnisch.

Probleme gibt es aber bei Kauderwelsch bzw. vereinfachter Sprache. Deswegen kann man "auf jeden Fall immer in der Muttersprache" nicht generell raten. Generell wäre eher zu raten: "Klemmen Sie sich dahinter und machen Sie einen Deutschkurs, wenn Ihnen die Zukunft Ihres Kindes etwas wert ist!" Die Motivation dazu ist jedoch oftmals sehr gering.

Ein positives Beispiel kann ich von einer kosovarischen Mutter nennen, die sowohl den Deutschkurs besucht hat, sich deutsche Freunde gesucht hat und privat einen großen Ehrgeiz an den Tag zum Erlernen der Sprache gelegt hat. Ihr Sohn spricht jetzt gut deutsch und sie auch. Sie spricht auch konsequent deutsch mit ihm, alles was sie im Kurs oder privat gelernt hatte hat sie ihm beigebracht. Wenn man will geht das also.

Alles in allem ein Lobby-Artikel für eine bestimmte Art von Einwanderern und ein Beispiel für eine falschgeleitete Integrationspolitik auf dem Rücken unserer Kinder."

 

 

 

(1) Diese 58% setzten sich in dem konkreten Fall wie folgt zusammen: (O-Ton der Erzieherin) "Der Moslemanteil im Kindergarten war etwa 50%, die anderen 8% waren aus Russland, Südindien, Russlandsdeutsche und Serben. Wobei die evangelischen Russlandsdeutsche, die katholischen Südinder und die katholischen Serben gar keine Integrationsprobleme hatten."

 

 

 

 

Gitta Schüßler

RNF Presse und Öffentlichkeitsarbeit




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