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Wie in jedem Jahr werden auch am 13.Februar 2013 Frauen des RNF mit einem eigenen Transparent am Dresdner Trauermarsch teilnehmen.

Mit der Zerstörung Dresdens im Februar 45 wurde eine der schönsten europäischen Städte in Schutt und Asche gelegt – ein Symbol der „alliierten Befreiung“, bei der unzählige Zivilisten, Flüchtlinge, Frauen und Kinder von ihrem Leben „befreit“ wurden.

Warum ist es so wichtig, dass wir teilnehmen?

Wichtig ist, in Würde und ohne Schuldzuweisungen gedenken zu können

Wichtig ist aber, gerade für uns Frauen, auch an das Leid der Mütter und ihrer Kinder zu erinnern, die verbrannt, verschüttet, verschollen sind – im Dresdner Feuersturm. Niemand von uns Nachgeborenen kann das Leid und die Traumatisierung der Überlebenden nachempfinden – wir können nur daran erinnern, ihrer gedenken und still um sie trauern.

Warum ist es so wichtig, dass wir uns beteiligen?

Auch in diesem Jahr werden wir nie-nie-nie-wieder-Deutschland-Rufe hören, dass Bomber-Harries es noch einmal tun sollte, dass wir den Krieg verloren haben. Zeugnisse einer von Selbsthass zerfressenen, kranken Volksseele; unvorstellbar, dass Japaner in ähnlicher Weise um eine weitere Atombombe betteln oder Vietnamesen um eine weitere Ladung Agent Orange. Hier in Dresden aber wird „im Kampf gegen Rechts“ das Andenken an die Opfer politisiert und im „Kampf gegen Rechts“ instrumentalisiert.

Wir wissen noch nicht, ob und wie unser Gedenken in diesem Jahr stattfinden wird – stehen wir wieder in einem Kessel, wird der Trauerzug wieder einmal mit Flaschen und Dreck beworfen, ältere Teilnehmer bespuckt oder können wir vielleicht die genehmigte Strecke laufen, ohne von aufrechten Demokraten blockiert zu werden? Vielleicht hören wir wieder fröhliche Klezmermusik aus öffentlichen Gebäuden – sicher eine besonders subtile Form des „Widerstands gegen Faschismus und Krieg“, aber das ist nicht wichtig.

Warum ist es so wichtig, dass wir uns beteiligen? Ganz sicher nicht, um aufrechten Antifaschisten eine Projektionsfläche für ihren Selbsthass zu bieten, ein Gegenüber, an dem sie sich abarbeiten und ihr demokratisch-tolerantes Weltbild darstellen können (mit anschließender Randale, aber wie der Justizminister einmal so treffend sagte, wenn dabei ein Polizeifahrzeug umkippt, war es sicher nur müde...)

Selbstverständlich beteiligen wir uns auch nicht, um uns die jährlichen rituellen Beschimpfungen der Gegenseite abzuholen, die, wie das bekannte Blockadetraining, vorher mühsam einstudiert wurden.

Wir beteiligen uns einzig und allein, um in würdiger Form, schweigend und in Trauer an die Frauen und Kinder zu erinnern, die vor einem Menschenalter zusammen mit der blühenden Stadt Dresden umgekommen sind. Es ist wichtig, dass wir uns mit dieser Trauer nicht verstecken, es ist wichtig, öffentlich daran zu erinnern!

Bis heute gibt es kein zentrales Mahnmal für die Opfer der Luftangriffe vom 13./14. Februar 1945. Auch deshalb ist es wichtig, einmal im Jahr zu zeigen – im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht zu zeigen –

„Ihr Mütter von Dresden – wir vergessen euch nicht“.

G. Schüßler, Presse RNF

Verweis:

http://www.gedenkmarsch.de/dresden/




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