Company Logo

slide 1 slide 2 slide 3 $slide){ ?>

Der „Fall Brüderle“, da sind wir uns sicher einig, ist von vorn bis hinten eine Farce. Der Vorfall liegt über ein Jahr zurück, die Bemerkungen fielen mehr oder weniger in einem privaten Umfeld (Hotelbar) und waren zudem keineswegs so verletzend, dass sich nun die gesamte Republik wochenlang in einem Sturm der Entrüstung befinden müßte. Eine Entrüstung, die wir sowieso nicht teilen, da der Zeitpunkt doch ziemlich durchschaubar gewählt ist – Busengucker Brüderle ist Spitzenkandidat der FDP zur Bundestagswahl 2013.

Frau Himmelreich, um deren Oberweite sich dieser „Fall“ mehr oder weniger rankt, wird als junge, aufstrebende Journalistin beschrieben, die sich der Tragweite ihrer Veröffentlichung gar nicht bewußt gewesen sei.

Dieser Meinung sind wir allerdings auch – wenn auch in anderer Hinsicht. Natürlich hat sie sich von der Redaktion des Stern benutzen lassen, und natürlich haben im Anschluß interessierte politische und feministische „Meinungsmacher“ weidlich Kapital aus der Sache geschlagen.

Was aber bleibt nun von der Journalistin Laura Himmelreich in Erinnerung? Der Eindruck einer Mimose ohne Selbstbewußtsein, die nicht in der Lage ist, ein schräges Kompliment richtig einzuordnen oder im Notfall auch zu kontern? Der Eindruck eines Dummchens, das sich einfach mal öffentlich ausheulen wollte?

Natürlich werden Politiker, die abends an einer Hotelbar noch einen trinken, jetzt genau darauf achten, ob Laura Himmelreich in der Nähe ist; für ihr Aufkommen an mißglückten Komplimenten dürfte das ein herber Einbruch sein – allerdings ebenso wie ihre Vertrauenswürdigkeit in diesen Kreisen.

Man könnte meinen, die Stern-Redaktion hat eine junge Frau regelrecht verheizt, um eine kurzlebige Story über einen Spitzenpolitiker zu bekommen. Aber junge Frauen – mit ganz unterschiedlich ausgefüllten Dirndln – sollten sich dann bitte auch nicht beschweren, wenn sie plötzlich merken, dass sie vor den Karren hysterischer Feministinnen gespannt werden.

Die Farce Brüderle wird bald schon in der Versenkung verschwinden, spätestens nach der Wahl. Der Name Laura Himmelreich aber wird uns noch lange in Erinnerung bleiben – die Frau mit der beleidigten Oberweite.

Gitta Schüßler

RNF Presse und Öffentlichkeitsarbeit




© 2014 Ring Nationaler Frauen.