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Wenn man in der Zeitung die standesamtlichen Nachrichten – Geburten – liest, findet man meist nicht einmal einen einzigen deutschen Vornamen, ja selbst eingedeutschte Namen nichtdeutschen Ursprungs wie Hans (von Johannes) oder Jürgen (von Georg) werden kaum noch vergeben. Neben einigen biblischen sind es vielfach Modenamen, deren Klang man schön findet, ohne eine Ahnung zu haben, was er bedeutet. Was aber sind denn nun überhaupt germanisch-deutsche Namen, woher kommen sie und welcher Sinn wohnt ihnen inne?

Edda Schmidt

 

Ursprünglich bestanden die Vornamen meist aus zwei Silben, später kamen dann Kurzformen wie »Hinz und Kunz« (aus Heinrich und Konrad) hinzu. Die Silben hatten eine Bedeutung. Zwar wissen Eltern bei der Geburt ihres Kindes natürlich noch nicht, wie es sich entwickeln wird, aber der Name drückte den Wunsch aus: werde so, wie dein Name es sagt. Um das Leben meistern zu können, mußte man kampfbereit und stark sein und brauchte Fähigkeiten, die man auch von Tieren wie Wolf, Bär, Eber, Adler und Falke kennt. Ein edler, leuchtender Führer der Gemeinschaft, des Volkes zu sein und Besitz und Heimat zu schützen, war erstrebenswert.

 

rnf septemberAuch wenn es im September oft noch sehr warm ist – der Sommer geht zu Ende, die Getreideernte ist abgeschlossen. Da der Name „September“ wörtlich der siebente Monat bedeutet (nach der römischen Monatszählung), was für uns ja nicht mehr zutrifft, ist der alte Name „Scheidings – der Sommer scheidet – zutreffender.
Im Brauchtum gibt es auch in diesem Monat einige wichtige Tage, zu denen „Mariae Geburt“ am 8. gehört. Bekannt ist die Bauernregel „Mariae Geburt jagt die Schwalben furt“, aber man soll aus dem Wetter an diesem Tag auch schließen können, wie es die meiste Zeit in diesem Monat wird.
An diesem Tag fand früher die wichtigste Wallfahrt zur größten österreichischen Wallfahrtskirche Mariazell in der Steiermark an der Grenze zu Niederösterreich statt. Die Geschichte der Entstehung dieser Kirche ist interessant und hat Parallelen zu vielen anderen Wallfahrtskirchen, in deren Namen sie sich sogar spiegelt. Vielfach besagt eine Legende, daß oft in einem Baum ein Marienbild (oder das eines anderen Heiligen) gefunden wurde. Auch wenn das Bild entfernt wurde, fand man es schnell wieder an derselben Stelle, was man als Wunder betrachtete und zum Anlaß für den Bau einer Kirche an dieser Stelle nahm, zu der oft bis heute Wallfahrten stattfinden. Auch in einer Gemeinde bei Hechingen (Hohenzollern) gibt es eine kleine Wallfahrtskirche Maria Zell, die – als sie hinunter ins Dorf verlegt wurde – der Sage nach wieder auf den Berg zurückgekehrt sein soll. In einem Buch von 1898, das sich mit den „Sitten, Gebräuchen, Aberglauben und Festen der Germanischen Völker“ befaßt, findet sich dazu eine interessante Deutung: der Begriff „Wallfahrt“ käme vom früheren Wort „Waldfahrt“ und zeige die christliche Fortsetzung des alten heidnischen Brauches, zu den heiligen Stätten in den Hainen und auf den Bergen zu gehen, hatten die Germanen im Gegensatz zu den aus dem Orient stammenden Religionen doch keine Kirchen, Tempel o.ä., sondern heilige Haine u.a. Stätten im Freien. Ganz in der Nähe meines Wohnortes gibt es noch 1300 Jahre alte Bäume, die aus der Alemannenzeit stammen. Von einigen sind nach dieser langen Zeit natürlich nur noch Reste vorhanden, aber man kann sich gut vorstellen, daß es sich hier um einen solchen heiligen Hain gehandelt hat. Wir wissen, daß die Kirche, um überhaupt Fuß fassen zu können, vorgefundene Bräuche und Handlungen geschickt mit ihren eigenen verband. Auf einem Berg stehende Michaelskirchen deuten immer darauf hin, daß es sich hier um eine alte heidnische Kultstätte handelt.

Die Frühlingsbräuche beschränken sich nicht auf Ostern, auch wenn Ostern das alte germanische Frühlingsfest ist, lange bevor die Kirche den Tod und die Auferstehung ihres Heilands auf diesen Termin legte.

Die Feste im Jahreslauf wurden immer an mehreren Tagen begangen. Bis zum Jahr 1094 dauerte das Osterfest vier Tage, dann drei – heute sind noch der Ostersonntag und Ostermontag übrig geblieben. Die Donnerstage, benannt nach dem germanischen Gott Donar/Thor, waren ebenso wichtige Feiertage, von denen außer dem Gründonnerstag in der Osterwoche ja auch die beiden inzwischen christlich belegten Feiertage „Fronleichnam“ (die Prozessionen lösten die alten Flurumzüge ab) und „Christi Himmelfahrt“ erhalten sind. Unsere heutigen Namen der Wochentage gehen zurück auf die alten germanischen Götter (Dienstag kommt von Tiu, Mittwoch – englisch Wednesday – von Wodan, Donnerstag von Donar, Freitag von der Göttin Freia. Samstag hat nichts mit dem jüdischen Sabbat zu tun, wie vielfach behauptet, sondern mit Ambet, der Erdgöttin, was dann auch zum Sonn(en)tag und Mon(d)tag passt).

Am15. 8. feiern die Katholiken "Mariae Himmelfahrt". In katholischen Ländern wie z.B. Österreich ist dieser Tag sogar offizieller Feiertag.
Vielfach wurde der Tag aber auch "Mariae Wurzweih" genannt, was auf den ursprünglichen Sinn hindeutet - wird doch auch heute noch von der Kirche ein Kräuterbüschel geweiht. Dieser Brauch wird sogar in Gegenden, wo er verschwundenwar, wieder aufgenommen.
 

„21“, so heißt das meistverkaufte Album des 21. Jahrhunderts in Großbritannien und stammt aus der Feder der mittlerweile weltweit geliebten britischen Sängerin Adele. Natürlichkeit, große Gefühle und eine starke Stimme zeichnen ihren Erfolg. Dass sie nun 24-jährig Mutter wird, macht sie überglücklich. Sie bittet ihre Anhänger um Verständnis, dass sie nun kürzer treten will, um für ihre Familie da sein zu können. Natürlichkeit und große Gefühle!

Wir wünschen Adele einen guten Start in ihr neues aufregendes Leben als Mutter und gratulieren schon jetzt für die weise Entscheidung, berufliche Opfer zu bringen und für ihr Kind da sein zu wollen!

Schon lange fordern wir vergeblich, dass in den Schulen und auch zu Hause endlich wieder deutsche Volkslieder gesungen werden. Wenn überhaupt gesungen wird, möchte man „modern“ sein und singt lieber Schlager und ausländische Lieder.

Daß es durchaus auch anders geht, zeigt ausgerechnet das Sommerfest des Asylbewerberheimes im baden-württembergischen Hechingen, in dem 127 Menschen aus 14 Ländern untergebracht sind. Beim Fest wurde nämlich nicht nur gegessen und getrunken, sondern – nach dem Bericht in der Lokalpresse – sangen die Besucher gemeinsam deutsche Volkslieder!

Von Sonnwendfeiern wird uns schon in alten Schriften berichtet, z.B. dem Nibelungenlied, von Hans Sachs o.a. Noch heute gilt sie als Hauptfest im Jahreslauf und wird an besonderen Orten wie den Externsteinen oder auf Bergen mit großen Feuern gefeiert, die nach Einbruch der Dunkelheit entzündet werden. Vielerorts wurden Feuerräder die Berge hinunterrollen gelassen oder brennende Scheiben durch die Luft geschlagen.

In verschiedenen Höhlen der Schwäbischen Alb wurden ca. 35.000 Jahre alte Mammut-Elfenbeinfiguren gefunden. Sie zeigen Mammut, Wildpferd, Höhlenlöwe, Löwenmensch, eine Venus, eine weibliche Figur ohne Kopf u.ä., oft mit Verzierungen. Je nach Besitzverhältnissen, die sich durch die Finder ergaben, sind diese einmaligen Kulturwerte in verschiedenen Museen oder gar nicht zu sehen.

Ein Teil davon befindet sich in Tübingen im Archäologischen Museum der Universität und ist zur Zeit in einer Ausstellung im Schloß zugänglich. Es ist unglaublich eindrucksvoll, im dunklen Raum vor den erleuchteten Vitrinen zu stehen und die etwa 10 cm großen Darstellungen zu betrachten und sich dabei vorzustellen, wie alt diese Figuren sind – eine unermessliche Zeitspanne. Nirgendwo sonst auf der Erde wurden so alte Kunstwerke gefunden!

Der gestrige 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen veranlasste alle möglichen Medien zu Berichten über den Preußenkönig. Da der preußische Gedanke heute nicht nur nicht „in“ ist, sondern schlecht gemacht und unterdrückt werden muß, wurden in einem Fernsehfilm schon vor allem negative Seiten herausgestellt. Was sich aber im gestrigen Festakt in Berlin deutsche Politiker leisteten, ist ein starkes Stück und zeigt ihre antideutsche Haltung.

Seit 1797 wurde die „Kaiserhymne“ mit der Melodie von Joseph Haydn und zunächst dem Text „Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser, unser Land...“ gesungen. Der Text wurde dann leicht verändert. Im Deutschen Reich war dieselbe Melodie mit dem bekannten Text von Heinrich Hoffmann von Fallersleben „Deutschland, Deutschland über alles“ die Nationalhymne. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Österreich zum eigenen Staat erklärt wurde, suchte man eine neue Hymne, obwohl die Haydn-Melodie als traditionell gern beibehalten worden wäre  – sie war aber angeblich durch den Nationalsozialismus belastet. Seit 1946/47 wird nun der Text von Paula Preradovic nach einer schönen Mozart-Melodie gesungen:




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