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Seit 1797 wurde die „Kaiserhymne“ mit der Melodie von Joseph Haydn und zunächst dem Text „Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser, unser Land...“ gesungen. Der Text wurde dann leicht verändert. Im Deutschen Reich war dieselbe Melodie mit dem bekannten Text von Heinrich Hoffmann von Fallersleben „Deutschland, Deutschland über alles“ die Nationalhymne. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Österreich zum eigenen Staat erklärt wurde, suchte man eine neue Hymne, obwohl die Haydn-Melodie als traditionell gern beibehalten worden wäre  – sie war aber angeblich durch den Nationalsozialismus belastet. Seit 1946/47 wird nun der Text von Paula Preradovic nach einer schönen Mozart-Melodie gesungen:


Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer zukunftsreich.
Heimat, bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
vielgerühmtes Österreich.

Heiß umfehdet, wild umstritten
Liegst dem Erdteil du inmitten,
einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
Hoher Sendung Last getragen,
vielgeprüftes Österreich.

Mutig in die neuen Zeiten,
frei und gläubig sieh uns schreiten,
arbeitsfroh und hoffnungsreichn
Einig laß in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören,
vielgeliebtes Österreich.


Abgesehen davon, dass die nationalen Deutschösterreicher diese Hymne als Spalterhymne ansehen und die Behauptung einer „österreichischen Nation“ ablehnen, sind seit einiger Zeit  Feministinnen auf die Idee gekommen, dass sie durch diesen jahrzehntelang gesungenen Text ausgeschlossen und benachteiligt würden und forderten eine Änderung – die es nun tatsächlich gibt! Denn ab 1. 1. 2012 wurde der Text offiziell geändert:

Im ersten Vers „ ...Heimat großer Töchter und Söhne...“,
in der dritten „einig laß in Jubelchören...“

Naja, nun ist der Gerechtigkeit Genüge getan, jetzt wird sicher alles besser – denn andere Probleme sind dort wohl nicht so wichtig...

Edda Schmidt




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