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In verschiedenen Höhlen der Schwäbischen Alb wurden ca. 35.000 Jahre alte Mammut-Elfenbeinfiguren gefunden. Sie zeigen Mammut, Wildpferd, Höhlenlöwe, Löwenmensch, eine Venus, eine weibliche Figur ohne Kopf u.ä., oft mit Verzierungen. Je nach Besitzverhältnissen, die sich durch die Finder ergaben, sind diese einmaligen Kulturwerte in verschiedenen Museen oder gar nicht zu sehen.

Ein Teil davon befindet sich in Tübingen im Archäologischen Museum der Universität und ist zur Zeit in einer Ausstellung im Schloß zugänglich. Es ist unglaublich eindrucksvoll, im dunklen Raum vor den erleuchteten Vitrinen zu stehen und die etwa 10 cm großen Darstellungen zu betrachten und sich dabei vorzustellen, wie alt diese Figuren sind – eine unermessliche Zeitspanne. Nirgendwo sonst auf der Erde wurden so alte Kunstwerke gefunden!

Der frühere Präsident des Landesdenkmalamtes und später des Landesamtes für Denkmalpflege, Dieter Planck, hat nun die Forderung erhoben, diese Werke der Eiszeitkunst in einem eigenen Museum zu zeigen. Schließlich laufen zur Zeit auch Bemühungen, die Fundorte – die Höhlen der Schwäb. Alb – als UNESCO-Weltkulturerbe anzuerkennen, handelt es sich doch um die ältesten Kunstwerke der Menschheit! Und es werden sicher in nächster Zeit noch weitere solcher Urzeitfunde ans Tageslicht kommen.

Diese Forderung wird heftig diskutiert – fällt sie doch in eine Zeit, in der das baden-württembergische Finanzministerium gerade bei kulturellen Einrichtungen kräftige Einsparungen vornehmen möchte – bis zu 20% der Ausgaben für Landesmuseen sollen gestrichen werden.

Zwar ist bekannt, dass Sparmaßnahmen erforderlich sind. Aber wieso kann man nicht bei moderner „Kunst“, die keiner versteht und keiner braucht und die meist schlichtweg hässlich ist, aber weiterhin brav gefördert wird, den Rotstift ansetzen? Und dafür stolz präsentieren, dass bei uns Menschen schon vor 35.000 Jahren künstlerisch tätig waren und nicht, wie uns immer weisgemacht werden soll, die Kunst in Afrika oder dem Orient ihren Ursprung hat?

Edda Schmidt, RNF BaWü




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